Gebet

Tag 15 - "Ein unerwartetes Wunder"

Tag 15 - "Ein unerwartetes Wunder"

Photo by Ben White on Unsplash

10. April 2020 | Kategorie: FiD

"Ein unerwartets Wunder"

Von James L. Black (senior)
„Hast du schon jemals so was wie das hier gesehen?“ Das ist gewöhnlich die typische Frage, die gestellt wird, wenn Menschen Zeuge von etwas werden, das sie noch nie gesehen haben. Ohne Zweifel wird der Begriff „COVID-19“ in die Geschichte eingehen als eine der größten Pandemien der Welt.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich das Leben über Nacht verändern kann. Das Wort Gottes erinnert uns daran, dass Katastrophen und unheilvolle Dinge kommen werden, und wir müssen jederzeit vorbereitet sein und uns unserer völligen Abhängigkeit von Gott bewusst sein. Diese weltweite Krise hat folgenreiche Konsequenzen: Die Wirtschaft wurde in ihrem Kerngeschäft getroffen; die Gesundheitssysteme sind überfordert; viele Menschen rutschen in die Armut ab, viele haben ihren Arbeitsplatz verloren oder wurden sogar zu Obdachlosen; viele sind in einem kranken Dauerzustand gelandet; und natürlich, die Krise hat das Leben von Zehntausenden von Menschen gefordert.

Viele beten um ein Wunder. Viele flehen zu Gott, dass er die Sachlage für sie ändert und dass er sie vor dem tödlichen Virus beschützt. Aber die Frage ist, sind wir vorbereitet auf die Art von Wundern, die Gott vollbringt?

Ich habe keinen Zweifel, dass Gott jeden Einzelnen, der zu ihm betet, hört und sich für ihn einsetzen wird. Auch wenn Gott natürlich selbst entscheidet, in welcher Form er sich einsetzt und zu welchem Zeitpunkt, geben diese biblischen Verheißungen mir Hoffnung: „E soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.“ (Josua 1,5) Und folgendes Versprechen: „Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich sie erhören!“ (Jesaja 65,24)

Vor etlichen Jahren entwickelte sich bei mir eine Erkrankung des Knochenmarks namens Myelodysplastisches Syndrom (MDS). Bei dieser Krankheit ist die Bildung der roten Blutzellen des Körpers gestört. Unbehandelt führt dieses MDS zu akuter Leukämie (Blutkrebs) oder direkt zum Tod. Ich befand mich bereits im Stadium 4 der Krankheit, und meine einzige Hoffnung war eine erfolgreiche Knochenmarktransplantation (Stammzellentransplantation). Ich kam an einen Punkt, wo ich zu schwach war, um mit Hingabe für mich selbst zu beten, aber Tausende auf der ganzen Welt beteten für mein Überleben und meine Genesung. Ja, ich kann bezeugen, dass Gott sich für mich einsetzte, allerdings nicht in der Form, wie ich es erwartet hatte, denn bei Gottes Wundern geht es um das ewige Leben.

Drei verschiedene Dinge geschahen, die mir Gott in einer Weise offenbarten, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte. Erstens wurde aufgrund bestimmter Umstände die Durchführung meiner Transplantation um neun Monate verzögert, obwohl ich mich, wie gesagt, bereits im Stadium 4 der Krankheit befand. Aber durch diese Verzögerung bot sich mir zeitlich gesehen die Gelegenheit für stark wirksame ganzheitliche Behandlungen auf Naturbasis, die meinen Körper stärkten und mich besser für die Transplantation vorbereiteten. Zweitens, meine Tochter (sie war meine Stammzellen-Spenderin) und ich hatten die Möglichkeit, vor der Transplantation eine enge Bindung miteinander einzugehen, was zu einer unglaublichen Situation führte, wo zwischen uns Vergebung geschah. Der dritte Aspekt war die Tatsache, was dadurch in der Beziehung zwischen meiner Frau und mir bewirkt wurde. Es war das erste Mal in unserer Ehe, dass ich im Krankenhaus auf meinem Rücken lag, mit einer lebensbedrohlichen Krankheit, ganz isoliert auf mich allein gestellt und unter chronischer Erschöpfung leidend. Ich war zu schwach, um selbst zu baden, so fiel es also meiner Frau Maxine zu, dass sie mich bei drei oder vier Gelegenheiten baden musste. Anfangs hat mich das geärgert, aber als ich sah, mit welcher sanften Liebenswürdigkeit und totalem Engagement sie mich von Kopf bis Fuß abduschte, wurde mir bewusst, dass Gott mich auf ein besonderes Heilungswunder vorbereitete.

Dieses besondere Wunder, das an mir geschah, wird wiedergespiegelt in folgenden Worten Jesu: „Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“ Ja, das Wunder in dieser Zeit meiner größten Not war, dass Gott mich heilte, bevor die Transplantation stattfinden sollte. Durch die Gnade Gottes verließ ich das Krankenhaus als eine in Jesus neu erschaffene Kreatur, die sowohl von ihrer geistlichen wie ihrer körperlichen Krankheit geheilt war.

Ich möchte dich heute ermutigen, deinen Blick von der Sache mit COVID-19 abzuwenden sowie allem anderen, das dich vielleicht in Verwirrung versetzt oder ablenkt. Stattdessen verhalte dich wie die vier Freunde, die den Gelähmten zu Jesus brachten: Reiße eine Öffnung in das Dach, tritt hin vor Jesus und lass ihn deine Seele heilen.

„Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich sie erhören!” (Jesaja 65,24)

Der Prediger James L. Black senior diente bis vor kurzem 17 Jahre lang in der Nordamerikanischen Division (NAD) als Abteilungsleiter für Jugend/junge Erwachsene. Gegenwärtig ist er in der NAD Abteilungsleiter für den Bereich der Förderung von Gebet.


HERZENS-FRAGEN:
Zwar wissen wir einerseits, dass es immer Gottes Wille ist, seine Kinder zu heilen, aber andererseits wissen wir nicht immer, wie Sein Wille in Bezug auf den genauen Zeitpunkt bzw. den zeitlichen Ablauf aussieht. In einigen Fällen entscheidet Er sich vielleicht, den Menschen sofort zu heilen, andere heilt Er erst nach und nach, während es auch Fälle gibt, die Er vielleicht gar nicht bis zu seiner Wiederkunft heilt (Jakobus 5). Können wir Gott und seinen zeitlichen Plänen vertrauen? Können wir weiterhin am Glauben festhalten, selbst wenn wir nicht immer eine sofortige Antwort auf unsere Gebete erleben? Was können wir tun, damit unser Glaube und unser Vertrauen auf Gott und Sein Wort wachsen und stärker werden?

HERZENSAUFRUF ZU AKTIVEM HANDELN:
Wenn wir jetzt in dieser Woche weiterhin für die Kranken beten, für das medizinische Fachpersonal und darum, dass Gott die weitere Ausbreitung des Corona-Virus über die ganze Welt aufhält, lasst uns gleichzeitig dafür beten, dass die Liebe zu Gott und Seinem Wort sich ausbreitet. Lasst uns unsere Bibeln mit neuer Begeisterung öffnen und beten: „Herr, zeige uns, wie wir Dich besser kennenlernen und Dich lieben können! Zeige uns, wie wir eine wahre Heilung unseres Inneren erleben können, die bis nach außen dringt. Zeige uns, was es bedeutet, dein Wort zu studieren und zu verstehen. Und zeige uns, wie wir dein Wort an andere weitergeben können.“ Lasst uns während unserer Gebete die Aussagen in folgenden Bibelversen auf uns persönlich anwenden: Jesaja 55,8-11; 2. Timotheus 2,15; 1. Petrus 3,15.

„Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! Von ganzem Herzen suche ich dich; lass mich nicht abirren von deinen Geboten! Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.” (Psalm 119,9-11)

Zur weiteren Vertiefung schlagen wir für diese dritte Woche folgende Literatur vor:

1. Ellen White: Vom Schatten zum Licht, „STANDHAFT DURCH GOTTES WORT“, Kapitel 37. [The Great Controversy]
(Die Texte aus diesem Zusatzmaterial werden in den ersten 5 Gebetsbriefen dieser Woche abschnittsweise angehängt)

Buch erhältlich bei:
https://advent-verlag.de/ellen-white/originaltitel/vom-schatten-zum-licht-taschenbuch?number=177

2. Frank Hasel + Michael Hasel:  Wie kann ich das verstehen?
(Ein Ausschnitt aus diesem Zusatzmaterial wird am Ende dieser Woche im Gebetsbrief enthalten sein)

Buch erhältlich bei:
https://advent-verlag.de/theologie/bibelstudium/wie-kann-ich-das-verstehen?number=16048

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